Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – Luisa Neubauers neues Geschäftsmodell: "K(r)ampf gegen den Faschismus"

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – Luisa Neubauers neues Geschäftsmodell: "K(r)ampf gegen den Faschismus"Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Max Patzig

  • 26.02.2024 10:02 Uhr

    10:02 Uhr

    Luisa Neubauers neues Geschäftsmodell: "K(r)ampf gegen den Faschismus"

    Luisa Neubauer hatte noch nie wirklich Sorgen und Stress im Leben, außer dem anstrengenden Bestreben nach Aufmerksamkeit. Als prominenter Kopf der deutschen Fridays for Future Bewegung (FFF) erkennt sie nun, die Mitbürger haben auf das laue Lüftchenthema "Klimarettung" absolut keinen Bock mehr. Also entschied sich die medienaffine (Werbe-)Strategin, ein neues FFF-Konzept zu entwickeln, welches sie in einem Interview brillant naiv und entlarvend vermittelte:

    "Ich war bisher die ganzen letzten Wochen mit auf der Straße. Fridays for Future organisiert ja ganz viele von diesen großen Demokratieprotesten mit, aus einer ganz großen demokratischen Überzeugung und auch weil wir verstehen (sic!), dass wir die Klimakrise niemals lösen werden, wenn uns die Demokratie auseinandergenommen wird, von den Faschisten." 

    So weit, so inhaltsleer, so beliebig unterstellend. Es folgt die Elfenbeinturm-Analysemitteilung der Woche:

    "Ich war in Hamburg und in Berlin auf der Straße und es ist mir ganz, ganz wichtig, dass wir auch dort hingucken, wo eben nicht zum Beispiel primär westdeutsch sozialisierte Leute in schon ohnehin sehr progressiven Großstädten auf die Straße gehen..."

    Progressiv: "fortschrittlich 'eine progressive Konzeption', sich in einem bestimmten Verhältnis allmählich steigernd, entwickelnd".

    Das "progressive Konzept" von Frau Neubauer lautet dabei, die "allmählich steigernde Entwicklung" von bunten, diesmal braunen Geschichten aus dem Paulanergarten, alles rein zum Wohle der Demokratie und der Aufmerksamkeitskrise des FFF-Köpfchens:

  • 24.02.2024 15:26 Uhr

    15:26 Uhr

    Aktuelle Stunde zur Meinungsfreiheit im Bundestag: Abgeordneter erhält Ordnungsruf für das Zeigen der Deutschlandfahne

    Die AfD-Fraktion hatte für Freitag, 23. Februar 2024, eine 'Aktuelle Stunde' zum Thema "Meinungsfreiheit in Deutschland" beantragt. Die Kritik der AfD richtete sich unter anderem gegen das von der "Ampelkoalition" auf den Weg gebrachte sogenannte "Demokratiefördergesetz" sowie gegen zunehmend verengte Debattenräume und staatliche Repression. Von der Regierungslinie abweichende Ansichten würden von staatlichen Stellen verfolgt und in der Öffentlichkeit diffamiert.

    Vonseiten der AfD trat außer Gottfried Curio auch der frühere Bundeswehr-Offizier Martin Reichardt ans Rednerpult. Gegen Ende seiner Rede hielt Reichardt eine kleine Deutschlandfahne neben sich und erklärte gleichzeitig:

    "Und die Fahne Deutschlands, Schwarz-Rot-Gold, die Fahne von Freiheit und Recht, sie wird leuchten in Deutschland! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand!"

    Unmittelbar im Anschluss daran erteilte Bundestagsvizepräsidentin Yvonne Magwas (CDU) Reichardt zwei Ordnungsrufe. Magwas begründete dies folgendermaßen:

    "Lieber Herr Reichardt, wir halten hier nichts hoch, wir sind ein Parlament des Wortes und nicht des Hochhaltens von Fahnen oder dergleichen. Von daher erteile ich Ihnen dafür einen Ordnungsruf. Und ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf, dass Sie die Regierung als Verfassungsfeinde bezeichnet haben und ausdrücklich dahin gezeigt haben. Und wenn Sie heute nochmal einen Ordnungsruf kriegen, dann müssen Sie den Raum verlassen. Ich möchte Sie vorsorglich dadrauf hinweisen."

    In dem offiziellen Videomitschnitt der Rede, der vom Bundestag veröffentlicht wurde, ist der Ordnungsruf der Bundestagsvizepräsidentin verstümmelt und als solcher nicht zu erkennen, da der Clip nach den Worten "Lieber Herr Reichardt, wir halten hier nichts hoch, wir sind ein Parlament des Wortes und nicht ..." abbricht. Auf Social-Media-Kanälen ist der Vorgang allerdings vollständig zu sehen.

    Bei der ebenfalls am 23. Februar 2024 erfolgten Abstimmung über den Bundeswehreinsatz "EUNAVFOR ASPIDES" stimmte Reichardt für den Antrag der Bundesregierung – und damit für den Einsatz der Fregatte "Hessen" im Roten Meer.

  • 08:14 Uhr

    Kanadas Premier Justin Trudeau: "Ich möchte mich hier ganz klar ausdrücken: 2SLGBTQI+"

    Im vergangenen Jahrhundert gab es die Lebensform der Homosexualität, damit schlicht umschreibend gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Männern oder Frauen – Schwule und Lesben. Es gab sogenannte Transvestiten, exaltiert und affektiert agierende Männer in Frauenkleidern, provokativ abwertend auch als "Tucken" tituliert. Die wissenschaftliche Disziplin der "Queer-Theorie" existiert seit 1991. Der Begriff "queer" galt davor in den USA als herablassende, negative Bezeichnung für Homosexualität.

    Seit den 2000er-Jahren dynamisiert sich die bewusste medial-politische Lancierung der Begrifflichkeit einer "Zusammenfassung" mehrerer, vermeintlich gefühlter und empfundener individueller Sexualzugehörigkeiten, kurz LGBT, die Abkürzung für lesbisch, gay/schwul, bisexuell und transgender". Es folgte über die Jahre die Erweiterung zu LGTBQ und schließlich LGBTQ+ – mit der Ergänzung "queer".

    Kanadas Premierminister Justin Trudeau konnte nun im Februar 2024 für sich den aktuellen "Gaga-Rekord" verbuchen, dies bezogen auf eine weitere Ergänzung der Endlosschleife von gefühlten Befindlichkeiten. Das diesbezügliche X-Posting lautet:

    "Ich möchte mich hier ganz klar ausdrücken: 2SLGBTQI+ Kanadier – in Alberta und im ganzen Land – verdienen es, mit Respekt behandelt zu werden, und sie sollten in der Lage sein, zu sein, wer sie sind, und zu lieben, wen sie lieben, ohne Angst."

    Die Erweiterung "I" steht für intersex. Es existiert auch noch die Variante LGBTQIA+, dabei steht "A" für asexuell, das "+" für erwartbare Ergänzungen oder bis dato unbekannte Befindlichkeiten. Trudeaus Variante "2S" bezieht sich wiederum auf die Wahrnehmung "Two-Spirit Menschen". "Two-Spirit" ist dabei ein Neologismus, die neu geschaffene Wortschöpfung/Wahrnehmung, für Angehörige nordamerikanischer indigener Menschen (vormals auch als Indianer bekannt) eines Geschlechts (meist Männer).

    Auf der offiziellen Webseite der kanadischen Regierung, zum Thema sexueller Rundumpaket-Buchstabenreihen, kann bei Interesse auch noch erlesen werden, wofür die Variante "2SLGBTQQIA+" steht. 

    Nach einer Anhörung "Betroffener" in Edmonton im kanadischen Bundesstaat Alberta, versicherte Trudeau in seinem Posting:

    "Wir sind für Sie da, und wir werden immer mit Ihnen zusammenarbeiten, um eine bessere Zukunft zu schaffen."

     

  • 22.02.2024 21:35 Uhr

    21:35 Uhr

    Rückwärtsgewandte "political correctness": Namen von Dinosauriern sind "rassistisch"

    Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat die postmoderne Modeerscheinung der "Wokeness" nun auch in einem weiteren Bereich der Naturwissenschaften Einzug gehalten. So in der Paläobiologie, die sich nicht mehr bloß mit den Lebensformen und Arten in der Urzeit unseres Planeten beschäftigt, sondern damit, ob die Bezeichnungen etwa der Dinosaurier den heutigen Vorgaben der politischen Korrektheit entsprechen.

    "Go woke, go broke", so lautet der ironisch gemeinte Spruch in Reaktion auf überbordende "political correctness", nur dass die Dinosaurier bereits seit Millionen von Jahren tot sind und von einer Korrektur der wissenschaftlichen Bezeichnungen, die für sie eingeführt wurden, nichts mehr haben werden.

    Ein Forscherteam um die Paläobiologin Emma Dunne von der Universität Erlangen-Nürnberg hat jetzt eine Studie erstellt, die die etablierten wissenschaftlichen Dinosauriernamen auf möglichen Rassismus, Sexismus oder Kolonialismus hin untersucht.

    Problematisch seien etwa Bezeichnungen, die von den Nachnamen der Forscher abgeleitet sind. Da um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert die bislang größte Dinosaurier-Expedition in Afrika von Deutschen durchgeführt wurde, haben die Funde, wie üblich, Bezeichnungen erhalten, die den deutschen Namen der Entdecker enthalten. Dies gilt nun als rassistisch.

    Kolonialistisch sei, dass die Dinosaurier-Skelette in westlichen, auch deutschen, Museen stünden, beispielsweise im Berliner Naturkundemuseum.

    Überdies seien 87 Prozent der Namen nicht geschlechtsneutral, sondern männlich. Aus diesem Grund sollen neue Bezeichnungen für die bereits klassifizierten Urzeit-Tiere eingeführt werden.

    Den Dinosauriern wird diese Variante der "Cancel Culture" in der Wissenschaft nichts mehr nützen. Es fragt sich jedoch, wem das aufwendige Umschreiben der Geschichte etwas bringt.

  • 13:26 Uhr

    Habeck korrigiert Spahn: "Nö. Die Zahlen sind schlecht. Die Zahlen!", nicht die dramatische Lage der Wirtschaft

    Der Bundestag hat am 22. Februar 2024 im Anschluss an die Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht vom Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) erhitzt debattiert. Für die oppositionelle CDU ging Jens Spahn ans Mikrofon. 

    Im Verlauf seiner Rede wandte dieser sich an den Minister, um ihn mit dessen Wahrnehmung der Situation zu konfrontieren:

    "Und Herr Minister, Sie sagen öffentlich, die Lage – der deutschen Wirtschaft – ist dramatisch schlecht."

    Das Videoprotokoll des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Phoenix sicherte dabei für die Nachwelt die unmittelbare Reaktion des Vizekanzlers. Habeck unterbrach Spahn mit einem Zwischenruf und rief dabei wörtlich:

    "Nö. Die Zahlen sind schlecht. Die Zahlen!"

    Spahn entgegnete irritiert bis amüsiert auf Habecks Ausführungen spontan:

    "Die Zahlen, okay? Also nach dem Motto: Der Wirtschaft geht es gut, aber die Zahlen sind schlecht?"

    Spahn erklärte dem Wirtschaftsminister unter dem Gelächter der CDU-Opposition:

    "Ich kann ihnen nur sagen, das sind nicht nur Zahlen. Inflation bedeutet für die Menschen realen Kaufkraftverlust (...)."

  • 08:40 Uhr

    SZ "verschlimmbessert" Überschrift zu Assange: "Dieser Mann ist ein Gefährder"

    Etablierte Politik, wie auch zuarbeitende Mainstreammedien, sind sich seit dem Ableben von Alexei Nawalny, "der russische Mandela" (Taz), eindeutig sicher, dass dieser Politaktivist ein "Held" war (Die Zeit). Für die Süddeutsche Zeitung (SZ) ist eindeutig klar, es war "der Mann, den Putin fürchtete".

    Im Falle des seit Jahren unter unmenschlichen Bedingungen in Großbritannien inhaftierten Whistleblowers Julian Assange gibt es in den Redaktionsstuben der SZ ebenfalls unmissverständliche Wahrnehmungen, die jedoch nach Kommentaren und möglichem Nachdenken variabel kommuniziert, also auch korrigiert werden. 

    So hieß die Titelzeile eines Assange-Kommentars, zu der zweitägigen Verhandlung in London – hinsichtlich der Entscheidung, ob Assange final an die USA ausgeliefert wird und damit sein restliches Leben bis zum Tode im US-Gewahrsam verbringen wird – am 21. Februar, um 16:45 Uhr (Bezahlschranke):

    "Julian Assange: Der Mythos vom weißen Ritter"

    Anscheinend gab es Überlegungen oder Kritik an der Formulierung, es wurde gedanklich nachgefeilt, so lautet die aktuelle Version:

    "Julian Assange: Dieser Mann ist ein Gefährder"

    SZ-Autor Stefan Kornelius outet sich als unsolidarischer Assange-Nichtversteher, sieht in ihm auch keinen journalistischen Kollegen. Auszüge lauten unkommentiert:

    "Die Geschichte des Wikileaks-Gründers, Hackers und Politaktivisten ist überladen mit Widersprüchen, Mythen und einer ungesunden Ideologisierung (…)

     Im Fall Assange wird von seinen Anwälten und Anhängern indes eine Politisierung der Justiz unterstellt, die ein Verfahren in den USA unmöglich erscheinen lässt. Das ist eine groteske Unterstellung, die seit Jahren schon angestellt wird, um den Fall politisch aufzuladen.

    Wohlgemerkt: Assange wird nicht wegen der Verbreitung von Geheimdokumenten angeklagt, sondern wegen Anstiftung und Beihilfe zu Datendiebstahl. Dies ist auch deshalb ein wichtiger Unterschied, weil Assange sich zwar stets als Journalist bezeichnet und in den Justizverfahren ein Angriff auf die Pressefreiheit sieht. Tatsächlich ist Assange aber am wenigsten ein Journalist und mehr ein Hacker und Aktivist."

  • 21.02.2024 21:46 Uhr

    21:46 Uhr

    ARD-Moralist Thomas Roth unterstellt AfD Mordabsichten gegen Oppositionelle

    Die jüngste Ausgabe der ARD-Talkshow maischberger vom 20. Februar 2024 beschäftigte sich unter anderem mit dem Tod Alexei Nawalnys.

    Der frühere ARD-Moskau-Korrespondent Thomas Roth sagte darin wörtlich (etwa ab Minute 21:24):

    "Das gilt ja auch für uns. Dass das Böse siegt, da ist nur nötig, dass die Guten nichts tun, ja? Wir lernen gerade in Deutschland, dass Menschen auf die Straße gehen, weil sie genau das nicht wollen, was Nawalny passiert ist und was Gesellschaften passiert, weil sie sich dagegen wehren. Gott sei Dank! Also: Die Guten müssen raus, dann werden die Schlechten – wer immer das nun im Einzelnen ist – jedenfalls keinen Erfolg haben."

    Dass ein Thomas Roth weiß, wer für den Tod Nawalnys verantwortlich zu machen sein soll, überrascht nicht. Dafür braucht der Moralist Roth keinen einzigen Beleg bei maischberger anzuführen und keine Nachfrage zu beantworten. Man ist sich ja einig: Putin.

    Bemerkenswert ist allerdings die seinem Diskussionsbeitrag zugrundeliegende doppelte Unterstellung, die folgendermaßen funktioniert: Sollte die AfD jemals in Regierungsverantwortung kommen, würde sie Oppositionelle ermorden lassen, so die Andeutung von Roth.

    Roth spricht zwar nur allgemein von den "Guten" und von dem "Bösen" und von den "Schlechten", nimmt jedoch explizit Bezug auf die in letzter Zeit in Deutschland durch Regierung und Mainstream-Medien beförderten Demonstrationen "gegen Rechts", die vorrangig gegen die AfD gerichtet waren und sind.

    In nicht einmal einer halben Minute bringt Roth zwei Unterstellungen zusammen, was als Musterbeispiel für "Framing" gelten kann. Roth liefert weder für das eine noch das andere die leisesten Belege, dafür umso mehr "Haltung" und moralische (Vor-)Verurteilung entlang eines stereotypen, simplen Schwarz-Weiß-Schemas.

    Roth, der bei vielen immer noch als "Journalist" gilt, ist seit Langem bekannt als Profi für Diffamierungen, bei denen er auch vor drastischen Fälschungen nicht zurückscheut. Unvergessen sein Interview mit Wladimir Putin 2008, das Roth durch geschickte Schnitte und massive Kürzungen so manipulierte, dass in der von der ARD ausgestrahlten Version inhaltlich das Gegenteil dessen transportiert wurde, was Putin tatsächlich gesagt hatte.

  • 17:24 Uhr

    Glückliches Österreich: Bundeskanzler Nehammer löst Debatte aus – Es gibt bloß zwei biologische Geschlechter!

    Mit einer Verzögerung von rund drei Wochen debattiert die Alpenrepublik nun über die Feststellung des österreichischen Bundeskanzlers Karl Nehammer (ÖVP), es gebe "biologisch gesehen nur zwei Geschlechter – nämlich Mann und und Frau". Dies hatte der Regierungschef im Interview mit dem Heute-Portal bereits am 30. Januar erklärt, als es um die Frage des "Genderns" ging.

    Der ORF und das Magazin profil schüren nun gemeinsamen mit angeblichen "Faktenchecks" eine künstlich erzeugte Aufregung über die eigentlich banale Feststellung des ÖVP-Politikers. So behauptete profil online per Twitter/X, Nehammers Aussage sei falsch – denn die Biologie würde angeblich das Gegenteil "beweisen".

    Dem hatte, ebenfalls per Twitter/X, prompt der Anthropologe Martin Fieder, Professor an der Universität Wien, widersprochen:

    "GENAU das tut Biologie NICHT! Halte das kaum mehr aus diesen Unsinn – natürlich gibt es Menschen, die sich weder männlich noch weiblich zuordnen können. NUR dies begründet keine weiteren Geschlechter!"

    Auch der ORF und die dort angesiedelte "Wissenschaftsredaktion" laufen zu großer Form auf. Eine Moderatorin des Senders äußert Verworrenes zu X- und Y-Chromosomen und behauptet gar, die Biologie sei noch "zu keinem finalen Schluss" gekommen, wieviele Geschlechter beziehungsweise Ausnahmen es gäbe.

    Allerdings scheint sich profil auch selbst noch nicht eisern an die Ergebnisse seines "Faktenchecks" zu halten: Im Online-Formular für Abos geht die Zeitschrift selbst nur von zwei Geschlechtern aus, wie ein Leser trocken anmerkte: "Es gibt da ein Problem."

    Wie hatte es doch zu Habsburger Zeiten geheißen? "Kriege mögen andere führen, Du, glückliches Österreich, heirate!" (Bella gerant alii, tu felix Austria nube!) Rückwirkend betrachtet, hätten sich für Wien in den vergangenen Jahrhunderten noch ganz andere, "vielfältigere" Heiratsmöglichkeiten ergeben. Aber das wäre eine postmoderne Geschichte im Stil der "woken" Netflix-Remakes.

  • 09:35 Uhr

    "Holy Shit!" – Blinddarm-Bosetti will Kemmerich vorführen

    Die einschlägig bekannt ÖRR-"Kabarettistin" Sarah Bosetti versuchte in ihrer Sendung vom Sonntag, dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich das Eingeständnis abzuringen, dass die Annahme seiner Wahl zum thüringischen Ministerpräsidenten auch mit Stimmen der AfD Anfang 2020 ein Fehler gewesen sei.

    Trotz Unterstützung aus der Runde und dem Publikum ("Ich habe Geschichte studiert") gelang ihr dies nicht. Die Sendung läuft bei ZDF und 3Sat unter Satire. Die Sendungsbeschreibung in der Mediathek lautet ganz unbescheiden:

    "Sarah Bosetti hat sich die Rettung unserer Demokratie zur Mission gemacht. Gemeinsam mit ihren Gäst*innen Collien Ulmen-Fernandes, Jagoda Marinic und Thomas L. Kemmerich sucht sie nach Ansätzen, um unsere liberale Staatsform zu bewahren."

    Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die demokratisch erfolgte Wahl seinerzeit "unverzeihlich" genannt und erklärt, das Ergebnis müsse "wieder rückgängig gemacht werden".

    Bosetti erlangte 2022 Bekanntheit, als sie Ungeimpfte als Blinddarm verunglimpfte. Das hatte natürlich Konsequenzen: Sie bekam eine eigene Sendung.

  • 20.02.2024 10:30 Uhr

    10:30 Uhr

    Was erlauben ZDF? Grünen-Politiker entsetzt über Habeck-Beitrag

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gilt als sensibler Herzblutpolitiker, der aufrichtig und empathisch die Sorgen der Menschen begleitet und umsorgt. Das letzte "Reisefazit", beim direkten Kontakt mit arbeitenden Bürgern, lautete empathisch vorgetragen:

    "Drei Tage, die sich für mich anfühlten ehrlicherweise wie drei Wochen, weil es mich so tief reingeführt hat in einige Unternehmen (...) In den persönlichen Begegnungen gab es Neugier, Zugewandtheit und Aufgeschlossenheit (...)"

    Dieses Gefühl von "Zugewandtheit und Aufgeschlossenheit" vermissten nun Grünen-Politiker bei einem ZDF-Beitrag über den Vizekanzler. In der Sendung "Berlin direkt" vom 18. Februar lautete die kritisierte verbale Entgleisung:

    "Es ist wohl eine besondere Pointe, dass Deutschland aktuell über europäische Atombomben diskutiert, während das gleiche Deutschland als einziges europäisches Land mitten in der Energiekrise aus der Atomenergie ausgestiegen ist."

    Es folgte der finale Anmoderationsaffront:

    "Das Atom-Aus ist auch ein Grund, warum sich die Lage der deutschen Wirtschaft verschärft hat, warum der Wohlstand schwindet und die Wut auf den grünen Wirtschaftsminister wächst. Wenn Robert Habeck also jetzt warnt, dass sich die Wirtschaft dramatisch schlecht entwickelt, dann warnt er in den Ohren vieler Unternehmen auch vor sich selbst."

    Grünen-Parteikollege Jan Philipp Albrecht, im "Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung/Ex-Minister in Schleswig-Holstein", forderte noch am Abend des Sendetermins klärenden Rapport aus Mainz:

    Jan-Niclas Gesenhues, "Grüner Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium und Vorsitzender Grüne Westfalen", stellte ebenfalls noch am späten Abend belehrend fest:

    Jürgen Döschner, "Klimajournalist" vom WDR und gern gesehener Gastredner bei den Grünen in Steinfurt, dem Wahlkreis von Herrn Gesenhus, monierte empört:

    "Das ist mehr als grenzwertig. Wo hat Frau Maurer – die Moderatorin – diesen Unsinn abgeschrieben? Und warum hat die Redaktion vorher nicht korrigierend eingegriffen? Der Atomausstieg hat nicht einmal den 'Wohlstand' der Atomkraft-Konzerne geschmälert – geschweige denn, den der ges. Wirtschaft!"

    Ulrich Steinbach, mit 56 Jahren bereits im wohlverdienten "einstweiligen Ruhestand", als Ex-Minister unter Winfried Kretschmann (Grüne), schloss sich ebenfalls der ZDF-Kritik nachdrücklich an:

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.