
Schwimmweltverband: Russische Athleten dürfen wieder unter ihrer Flagge starten

Schwimmer aus Russland und Weißrussland dürfen wieder offiziell für ihr Land an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Dies teilte der Weltverband World Aquatics mit. Demnach sind die Flaggen und Hymnen der beiden Länder sowie nationale Symbole auf der Sportkleidung der Athleten wieder erlaubt.
Im Juniorenbereich galt diese Regelung bereits zuvor, nun gilt sie auch für Erwachsene. An den Schwimmweltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Singapur konnten bereits einige russische und weißrussische Sportler teilnehmen, die ein bestimmtes Zulassungsprozedere durchlaufen hatten. Allerdings mussten sie unter neutraler Flagge starten ‒ auch die Hymnen wurden nicht gespielt.

Um künftig wieder an Veranstaltungen des Weltverbands teilnehmen zu können, müssen Sportler aus Russland und Weißrussland jedoch ein strenges Verfahren durchlaufen. So müssen sie vier aufeinanderfolgende Dopingproben mit einem negativen Ergebnis überstehen. Zudem sollen Hintergrundüberprüfungen stattfinden.
"Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass Schwimmbecken und Freiwasser weiterhin Orte bleiben, an denen Athleten aus allen Nationen in friedlichem Wettkampf zusammenkommen können", erklärte der Präsident von World Aquatics, Husain Al Musallam.
Die Schwimm-WM wird alle zwei Jahre ausgetragen ‒ die nächste findet im kommenden Jahr in Budapest statt.
Bereits Ende letzten Jahres hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) empfohlen, die Beschränkungen für russische und weißrussische Sportler bei internationalen Jugendwettkämpfen aufzuheben und ihnen zu gestatten, unter nationaler Flagge anzutreten.
Für Wettkämpfe der A-Nationalmannschaften behielt das IOC seine Neutralitätsvorschriften jedoch aufrecht, weshalb russische und weißrussische Athleten bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Italien offiziell als "neutrale Einzelathleten" bezeichnet wurden.
Bei den paralympischen Winterspielen im Februar durften Athleten der beiden Länder hingegen unter ihrer Flagge starten, weshalb die Ukraine die Sportveranstaltung boykottierte. Obwohl bei den Paralympics nur sechs russische Athleten angetreten waren, belegte Russland den dritten Platz im Medaillenspiegel.
Der Ausschluss Russlands und Weißrusslands von zahlreichen internationalen Sportwettkämpfen erfolgte in Reaktion auf Moskaus Militäroperation in der Ukraine, die im Februar 2022 begonnen hatte.
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